AI icon
Neuigkeiten

Die wichtigsten Erkenntnisse der Konferenz zur aktualisierten Bauproduktenverordnung (CPR) der EU

Zuerst veröffentlicht:
November 6, 2024
Teile diesen Beitrag
Die wichtigsten Erkenntnisse der Konferenz zur aktualisierten Bauproduktenverordnung (CPR) der EU

Auf ihrer jüngsten Konferenz am 30. Oktober 2024 kündigte die Europäische Kommission wichtige Aktualisierungen der Bauproduktenverordnung (CPR) an. Die BauPVO ist eine Reihe von Regeln, die von der Europäischen Kommission entwickelt wurden, um sicherzustellen, dass Baumaterialien sicher sind, eine gute Leistung erbringen und zur Nachhaltigkeit beitragen.

Durch die Übernahme ähnlicher Prinzipien aus dem ESPR in die CPR optimiert dieser Zusammenschluss den Prozess für Hersteller, die Nachhaltigkeitsstandards in der Bauindustrie einzuhalten.

Seit der Einführung der ursprünglichen CPR im Jahr 2011 haben wir einen allmählichen, aber tiefgreifenden Wandel hin zu Transparenz und Umweltverantwortung erlebt. Die aktualisierte BauPVO wird die Umweltanforderungen der Norm EN 15804 berücksichtigen und grundlegende Richtlinien für die Messung und Berichterstattung über Umweltauswirkungen enthalten.

Die EN 15804 ist eine europäische Norm, die Regeln für die Erstellung von Umweltproduktdeklarationen (EPDs) für Bauprodukte festlegt. EPDs berichten transparent über die Umweltauswirkungen eines Produkts, einschließlich Energieverbrauch, Emissionen und Ressourcenverbrauch. Sie ermöglichen es Herstellern, den ökologischen Fußabdruck ihrer Produkte in der gesamten Lieferkette zu bewerten und deutlich zu kommunizieren.

Auswirkungen auf Betonhersteller: Eine neue Ära der Nachhaltigkeit und Rechenschaftspflicht

Mit der aktualisierten Bauprodukteverordnung stehen Betonhersteller im Bereich nachhaltiges Bauen an vorderster Front. Sie verlangen eine Berichterstattung über die Emissionen über den gesamten Lebenszyklus und eine digitale Dokumentation, die den EU-Klimazielen entsprechen, was zu einem neuen Standard der Umweltverantwortung in der Branche führt.

Berechnung der Lebenszyklus-Emissionen und digitaler Wandel

  • Berichterstattung über Lebenszyklus-Emissionen: Betonhersteller (und alle Hersteller von Bauprodukten) müssen jetzt die Emissionen während des gesamten Lebenszyklus berechnen und offenlegen, was über freiwillige Initiativen hinausgeht.
  • Digitaler Wandel: Die CPR führt ein vollständig digitales System mit einem Bauproduktenpass ein, der einem digitalen Produktpass (DPP) ähnelt, einschließlich der Leistungserklärung (DoP) für jedes Produkt.

Kernanforderungen an die Produktleistung

  • Funktionalität, Sicherheit und Umweltschutz: Die CPR verlangt nun von den Herstellern, dass sie die wesentlichen Eigenschaften ihrer Produkte angeben.
  • Grundlegende Merkmale der ökologischen Nachhaltigkeit: Auf der Grundlage der Norm EN 15804 werden die Berichtspflichten für jedes Produkt spezifisch sein. Betonhersteller müssen künftig die Norm EN 15804 in Kombination mit der Folgenabschätzungsmethode EF 3.1 befolgen, um die Umweltauswirkungen zu berechnen und offenzulegen.

Schrittweise Umsetzung von Umweltstandards

  • Zeitplan für die Veröffentlichung: Die CPR wird bis Ende des Jahres veröffentlicht, wobei die Mitgliedstaaten einen festen Zeitrahmen für die Annahme haben.
  • Phasen für Umweltkategorien:
    • Phase Eins: Erste Berichterstattung über das Potenzial der globalen Erwärmung (GWP).
    • Phase Zwei: Erweiterte Berichterstattung um zusätzliche Wirkungskategorien.
    • Phase Drei: Umfassende Berichterstattung über alle Kategorien gemäß den Normen EN 15804, wodurch eine solide Lebenszyklusbewertung für Beton und andere Materialien gewährleistet wird.

Anpassung an umfassendere regulatorische Rahmenbedingungen

  • Verordnung über das Ökodesign für nachhaltige Produkte (ESPR): Energieverbrauchsrelevante Produkte, die im Bauwesen verwendet werden, aber nicht in den Geltungsbereich der CPR fallen, fallen unter die ESPR. Diese Angleichung sorgt für eine klare regulatorische Trennung.
  • Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (EPBD): Die Daten aus der BauPVO werden die Gebäudebewertung gemäß der EPBD unter Verwendung der Normen EN 15978 unterstützen. Bis 2027 müssen Gebäude mit einer Fläche von über 1.000 m² in ihren Energieausweisen den GWP-Wert angeben, wodurch ein stärkerer Markt für umweltverträgliche Produkte geschaffen wird.

Konkreter Produktfokus und Zeitplan für die Markteinführung

    Vorrangige Produkte: Beton gehört aufgrund seiner hohen Umweltbelastung und seiner breiten Verwendung im Bauwesen zu den wichtigsten Materialien, denen Priorität eingeräumt wird. Die Festlegung produktspezifischer Normen wird jedoch einige Zeit in Anspruch nehmen, da die Normen auf Präzision bei Materialien wie Stahl, Dämmstoffen und Ziegeln zugeschnitten werden.

Die Rolle der Mitgliedstaaten bei der Harmonisierung

  • Leistungsschwellen: Die Mitgliedstaaten können Mindest- und Höchstschwellen für konkrete Produkte festlegen und nationale Verwendungsanforderungen festlegen. Sie müssen sich jedoch an standardisierte Folgenabschätzungsmethoden halten und dürfen wesentliche Merkmale nicht ändern.
  • Harmonisierte Zone: Die nationalen Behörden können innerhalb dieser harmonisierten Zone ehrgeizigere Schwellenwerte festlegen, wie in Anhang VII dargelegt, um die regulatorische Kohärenz über die Grenzen der EU hinweg sicherzustellen.

Einbindung von Stakeholdern und Dringlichkeit der Einhaltung von Vorschriften

  • Aufruf zum Handeln: Die Europäische Kommission betont, dass Hersteller, Dienstleister, Berater und die Mitgliedstaaten die Arbeit zur Einhaltung der CPR-Ziele beschleunigen müssen.
  • CPR Aquis Expert Group: Diese Gruppe, die an der Entwicklung von Normen beteiligt ist, wird Branchenakteure einbeziehen, um an der Gestaltung harmonisierter Normen mitzuwirken, sodass konkrete Hersteller eine Plattform für Beiträge zur regulatorischen Entwicklung erhalten.

System 3.0: Umfassende Überprüfung durch Dritte

    Einheitliche Konformitätsprüfung: Alle Bauprodukte, einschließlich Beton, werden einem externen Prüfungssystem (System 3.0) unterzogen, das die branchenweite Einhaltung der CPR-Standards gewährleistet.

Standardisierte Berichts- und Beschaffungsvorschriften

    Nur wesentliche Merkmale: Betonhersteller melden nur die wesentlichen Merkmale, die für ihren Markt erforderlich sind, wodurch der Aufwand für die Berichterstattung minimiert wird. Darüber hinaus dürfen im Rahmen umweltfreundlicher Beschaffungssysteme keine zusätzlichen Kennzeichnungen verlangt werden, die über den Anwendungsbereich der BauPVO hinausgehen, sodass die Berichterstattung in der gesamten EU rationalisiert und einheitlich bleibt.

Der Weg nach vorne

Betonhersteller stehen vor verschiedenen Herausforderungen, wenn sie daran arbeiten, die aktualisierten CPR-Anforderungen zu erfüllen:

  1. Komplexität der Datenerfassung und -analyse: Die Erstellung einer EPD und die Erfüllung der kommenden CPR-Produktanforderungen erfordern umfangreiche Daten über Rohstoffe, Energieverbrauch, Emissionen und andere Austauschvorgänge während des gesamten Lebenszyklus jedes Produkts. Das Sammeln und genaue Analysieren dieser Daten — insbesondere bei komplexen Produkten wie Beton — kann ohne die richtigen Tools schwierig und zeitaufwändig sein.
  2. Notwendigkeit von Konsistenz und Standardisierung: Die CPR-Anforderungen erfordern jetzt einheitliche Methoden, wie die Norm EN 15804, um die Konsistenz aller Deklarationen zu gewährleisten. Um sich in diesen Normen zurechtzufinden, ist jedoch umfangreiches Fachwissen erforderlich, insbesondere da sich die Wirkungskategorien der CPR ständig weiterentwickeln.
  3. Digitaler Wandel und Transparenzanforderungen: Die Umstellung auf digitale Bauproduktepässe erfordert, dass Betonhersteller auf eine zu 100% digitale Dokumentation vorbereitet sind. Dieser digitale Wandel erfordert möglicherweise Systemverbesserungen und Fachwissen, das intern nicht ohne Weiteres verfügbar ist, insbesondere für Unternehmen, die mit dem digitalen EPD-Management noch nicht vertraut sind.
  4. Überprüfung durch Dritte: Mit der Einführung der System 3.0-Überprüfung durch Dritte müssen Betonhersteller sicherstellen, dass ihre Daten und Methoden korrekt und konsistent sind, und müssen eine neue Stufe der Prüfung bestehen, die viele nicht bereit sind, unabhängig voneinander zu bestehen.

Die Partnerschaft mit Climate Earth hilft Betonproduzenten, diese Herausforderungen zu bewältigen. Climate Earth ist spezialisiert auf die Automatisierung der EPD-Generierung, die Standardisierung der Datenerfassung und die Schaffung eines optimierten Prozesses für die Erstellung, Verwaltung und digitale Weitergabe von EPDs, die die CPR-Anforderungen erfüllen.

Auf diese Weise bleiben Betonhersteller konform, wettbewerbsfähig und nachhaltig, wobei der bestehende Betrieb nur minimal gestört wird. Wir sind hier, um Ihnen zu helfen! Egal, ob Sie mehr von unseren Experten erfahren oder unsere Software in Aktion erleben möchten — melde dich hier.

Carbon Intelligence, die Ihre Kunden verstehen. Fangen Sie an, schneller zu wachsen.

Finden Sie heraus, wie Climate Earth Ihnen helfen kann, mehr Großunternehmen zu gewinnen.